INZTERVIEW ZUR GALA 09

Und warum heisst es Fritz-Schramma Halle?

Fritz-Schramma Halle ist ein Kunstwort. Der Name klebt Politik und Kultur in der Stadt zusammen.  Fritz Schramma ist praktisch eine Marke. Fritz Schramma steht für das Ende einer (kleinst)Ära. Und da die o.g. Veranstaltung an die Parteien, die sich am 30ten August zur Wahl stellen, adressiert ist, schwingt die Frage nach Amt, Verantwortung und Gestaltungswille in der Stadt natürlich mit.

Ist Fritz Schramma  „das Böse“? Soll er angegriffen oder verarscht werden?

Nein. Fritz Schramma als natürliche Person spielt keine Rolle. Es ist sein Name, der nunmal für die letzten Jahre in Köln in aller Munde war. Fritz Schramma ist Pop. Die Halle hätte auch Konrad Adenauer Telefonstation heissen dürfen. Es ist ein Köln-Kunstwerk.

Gut. Dann nutzt ihr die Strahlkraft, um auf die aktuelle bzw. ab dem 30ten aktuelle Köln-politische Situation zu verweisen?

Ja. Im Grunde sind es die Gedanken und die allgemein wahrgenommene Notwendigkeit, die vom Kölner-Komment ausgehen, die zu der Veranstaltung geführt haben.

Wie ist die Verbindung zum Komment?

Wir sind Mitunterzeichner.
Bei den gemeinsamen Treffen wurde deutlich, dass neben den Forderungen die sich an die Kulturpolitik oder Parteien richten, eben auch ein „Öffentliches Erlebnis“ Sinn stiftend ist.

Das sind also Prozession und Gala?

Genau.

Und?

Wenn ein grosser Teil der Kölner nicht zufrieden mit der Kulturpolitik in der Stadt ist, aber auf der anderen Seite frohgemut die Kultur in der Stadt lebt, dann ist es ihre Prozession und auch ihre Kölner Gala.

Es gibt etwas zu Feiern?

Nicht wirklich. Prozession und Gala sind Normalität. Sie sind das Abbild der Stadtkultur – zusammen gefasst, stellenweise akzentuiert – aber eben ein Abbild.

Soll das bedeuten, dass in Köln alles Pomp und Gloria ist?

Wer weiss das schon? Wer wird kommen, um zu gehen? Wer soll das alles bezahlen? Wer nimmt Einfluss? Und wie können die Interessen der Kölner vertreten werden? Und was soll das alles in Köln überhaupt?

Heisst das, dass diese Veranstaltung, die doch wohl der Stärkung der Kölner Kultur dienen soll, wieder nur eine ziellose Irrfahrt ist?

Nein. Im Gegensatz zum Leben in der Stadt ist die Veranstaltung vollkommen unabhängig. Wirkt das allein schon ziellos? Vielleicht ist ja das die grosse Kölner Frage – die Frage nach der Abhängigkeit, Aber das Abbild ist immer insofern autonom, da es einer inneren Notwendigkeit folgt und einfach das wird, was es ist. Was wir Kölner damit machen ist ebenfalls völlig frei.

Was ist denn konkret am 19ten zu erwarten?

Die Prozession „The Silly Walk“ (Das Ende Als Anfang). 1200 Uhr Treffen in direkter Nähe zum Dom. Dann gemeinsam getrennt Schritt für Schritt auf die andere Seite. Ein physisches Erlebnis, das zu dem Gefühl wird, das von den Teilnehmern unwillkürlich erzeugt wird. Also sehr Abbild-haft. Darüber hinaus wird es manches zu hören geben.

Und die Gala ? Gibt es Promis und Champagner?

Wasser und Brot und auch einige berühmte Kölner sind dabei.

Mehr kann man noch nicht verraten?

Nein. Alle sind eingeladen am 19ten Kölner zu sein.  Wir werden sehen.
Ansonsten ist alles wie auf einer echten Gala. Tische, Bänke. Eine Bühne. Multimedia, Musik und tolle Leute.

Doch noch mal etwas genauer. Ist das alles nur ein Spass? Eine Ente?

Die politische Situation in einer Stadt ist immer ernst. Der Kölner Komment ist nicht der erste Versuch in der Stadt für die Stadt zu handeln. Die Wahl findet am 30ten August statt und die Parteien sind im Wahlkampf. Es ist die Zeit für Bilder, die wie Fieberthermometer und Zäpfchen in einem wirken.

Wie soll das verstanden werden?

Eine Prozession ist ein Bekenntnis. Die Gala eine Wertschätzung.
Auf dem ersten Komment-Poster, dass in der Stadtrevue erschien steht:

WIR VERSCHWINDEN NICHT:
WIR BLEIBEN.
WO DIE POLITIKER VERGESSEN ZU HABEN
SCHEINEN, WAS ZU TUN IST:
WIR WERDEN EUCH ERINNERN.
DIE KULTUR IN KÖLN ZU PFLEGEN UND ZU
FÖRDERN, OHNE RÜCKSICHT AUF PARTEI-
INTERESSEN, WAHLTERMINE UND PERSÖNLICHE VORTEILE:
DAS IST EURE AUFGABE, ES IST UNSER ALLER ZIEL!

In welcher verantwortlichen Form dieses Erinnern schliesslich wirkt ist wiederum die Aufgabe der Wir(s).
Oh, da sind wir wieder beim Abbild gelandet.

Kann man das dann so zusammenfassen, dass der 19te Juli
das kulturpolitische Engagement der Kölner abbildet  oder vielleicht  „Wir“ selbst ein Köln-Kunstwerk sind?

Ohne Rücksicht auf die Sommerferien.

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50 STÜHLE VOM PASTOR HOLEN

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DER VEREIN IST WICHTIG NICHTIG RICHTIG

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es gab andere Blicke ins all damals
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JU: DUALES Wissen:

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es nicht zu sehen ist Vertäfelung….

wir sind die Künstler und ihr nicht
poplin – designer network – brings nichT…

NOW HERE JETZT…

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HIC RHODOS HIC SALTA
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zurück zur halle zurück zum Geld
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wer macht was warum?

DAS TUN–––––––
Peter:
Gestaltung der Öffentlichkeit
juergen:
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jens-uwe:
Inhalte der zeit
– Erweiterung des Blicks auf die zeit –

vogelbeobachtung mit sebastian weber
einheitlichen kontent einmal im Monat

peter instanz – coellner comment

rudermannschaft –
wichtig!

komm wir machen was…

Ab März 2010 wird es in der Fritz Schramma Halle zu weiteren Veranstaltungen kommen.

Jeden Donnerstag ab 20 uhr

Kino – Party – Ausstellung – Konzerte

FRITZ SCHRAMMA HALLE

AUENWEG 173 GEB 6

51063 KÖLN

Programm folgt!

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